Foto von Magnus Oesth @ vismaskiclassics.com

Marcialonga


Mit dem Marcialonga stand vergangenes Wochenende das sechste Rennen der Visma Ski Classics Serie im italienischen Val di Fiemme auf dem Programm.

Trotz absolutem Schneemangel gelang es den Veranstaltern wieder ein 70km langes Kunstschneeband zu erzeugen und das Rennen auf der Originalstrecke durchzuführen.

Traditionell stand am Samstag der Skitest auf dem Programm. Durch die relativ homogenen
Verhältnisse reichte es dieses Mal aus, an nur einer Stelle der Strecke zu testen. Für Marcel war der
Tag durchaus stressiger, da durch die große Anzahl an Startern bereits früh mit der Suche nach dem
besten Setup begonnen werden musste, um dem starken Verkehr auf der schmalen Strecke aus dem
Weg zu gehen.


Ein kleines Highlight des Tages war eine kurze Präsentation des Jumbo Visma Rad Teams an der
Ziellinie in Cavalese, bei der die aktuelle Nummer 1 der Radfahrer Primoz Roglic und dessen
Teamchef einige Details zum internen Teamaufbau und der Trainingsstrategie preisgaben.


Am Morgen des Renntages präsentierte sich das Fleimstal mit einer dünnen Neuschnee-Auflage.
Durch den gewohnt früheren Damenstart waren die ersten Kilometer des Kurses bereits eingelaufen
und vom Schnee befreit, was für eine hohes Anfangstempo im Herrenrennen bis zur Wende bei
Kilometer 18 in Canazei führte. Dort konnte ich den Anschluss an die Spitze gut halten und mit einem
der schnellsten Ski die ich je in einem Rennen hatte bis zum Durchlauf auf Höhe des Starts in Molina
problemlos mitfahren.


Durch eine schlechte Position an einem längeren Steilstück verlor ich kurzzeitig den Anschluss nach vorne, konnte aber mit hohem Energieaufwand die 45sek große Lücke selbstständig wieder schließen. Dieser Aufwand rächte sich dann allerdings kurz vor der Alpe Cermis, an der ich dann die Müdigkeit spürte und die Ersten ziehen lassen musste.


Am legendären Cascata Anstieg zum Ende des Rennens versammelten sich zum Glück viele Zuschauer, wodurch die Zeit etwas schneller vorbei ging. Im Ziel stand dann der 56. Gesamtrang auf dem Papier.


Mit steigender Formkurve geht es für mich jetzt in eine kurze Trainingsphase, ehe es in zwei Wochen
in den tschechischen Wäldern wieder zur Sache geht.


Vielen Danke an Marcel für den Skiservice sowie Christian und Caroline für den Service an er Strecke.

Fotos von Magnus Oesth @ vismaskiclassics.com  Info: vismaskiclassics.com

MARCIALONGA 


Seit seiner Gründung im Jahr 1971 hat Marcialonga in Italien die Herzen und Köpfe unzähliger Langlaufliebhaber auf der ganzen Welt gewonnen, und das Rennen wurde zweimal als "Beste Veranstaltung des Jahres" bei den Visma Ski Classics ausgezeichnet. Es hat nun den legendären Status erreicht, der sich aus der einzigartigen Atmosphäre und der Strecke durch kleine historische Dörfer ergibt, die Skifahrer und Zuschauer gleichermaßen in ihren Bann ziehen.


Das Rennen beginnt in Moena im Fassatal und endet auf der Hauptstraße von Cavalese im Fleimstal, wobei es durch 13 Dörfer und Tausende von jubelnden Zuschauern führt. Es gibt einen Sprint-Wettkampfpunkt in Predazzo und einen Kletter-Wettkampfpunkt im Ziel. Die Startzeit für die Frauen ist um 7:50 Uhr und für die Männer um 8:00 Uhr.

Nach Moena erreicht das Rennen seinen höchsten Punkt in Canazei, etwa 1.400 Meter über dem Meeresspiegel, und kehrt dann über den Startbereich zurück. Dann führt die Strecke an den Sprungschanzen von Predazzo vorbei und führt weiter durch das Stadtzentrum, bevor sie die berühmte nordische Skiarena in Tesero erreicht, die als Schauplatz der jährlichen Tour de Ski dient und Gastgeber für drei FIS-Weltmeisterschaften im nordischen Skifahren in den Jahren 1991, 2003 und 2013 war. Der tiefste Punkt des Rennens liegt in Molina, etwa 6 km vor dem Ziel, wo die Skifahrer bis auf eine Höhe von etwa 850 Metern über dem Meeresspiegel abgestiegen sind.


Der Schlussaufstieg, der Cascata-Hügel, ist wahrscheinlich einer der berühmtesten Meilensteine in der Geschichte des Langstreckenskilaufs. Die 2,5 km lange Steigung hat einen speziellen Aufstiegskontrollpunkt, bei dem die Punkte nach der schnellsten Zeit auf der Steigung berechnet werden, anstatt wie bei den regulären Aufstiegskontrollpunkten, dass der erste Skifahrer den Gipfel erreicht. Das Ziel ist wirklich ein einzigartiger Anblick mit jubelnden Menschen, einer Vielzahl von Geschäften, trendigen Restaurants, idyllischen Cafés und einem Ambiente, das seinesgleichen sucht.